Kreisstadt Merzig plant Maßnahmen für Umwelt und Klima

Blühflächen sind wichtig für die Insekten. (Symbolfoto)

Kreisstadt Merzig plant Maßnahmen für Umwelt und Klima – Merzig möchte im Bereich Klima- und Naturschutz zukünftig noch aktiver werden.

Die künftige Entwicklung in Merzig soll sich noch stärker an Umwelt-Aspekten ausrichten.



Dies ist ein wichtiges Thema, das uns alle betrifft, und dem wir uns auch als Stadt mit Nachdruck widmen müssen.Marcus Hoffeld, Bürgermeister und Christian Bies, Hauptamtlicher Beigeordneter der Kreisstadt Merzig

Beide haben in den letzten Wochen mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung Vorschläge erarbeitet, die sie den Mitgliedern des Merziger Stadtrates vorstellen wollen.

Neue Wege gehen:
Im Zusammenspiel mit dem Merziger Stadtrat und den Bürgerinnen und Bürgern wollen wir verschiedene Maßnahmen umsetzen, unter anderem soll ein Programm aufgelegt werden, um 300 Bäume in den Siedlungsflächen der Kreisstadt zu pflanzen. Das Programm soll dauerhaft fortgeführt werden. Bei den Bäumen soll es sich verstärkt um Sorten handeln, die den hohen Ansprüchen in Siedlungslagen gerecht werden und gleichzeitig auch einen Beitrag zur Biodiversität liefern. Wo es möglich ist, sollen aber auch Apfelbäume gepflanzt werden, die unverwechselbar zur Stadt gehören und Früchte tragen, von den die Bürgerinnen und Bürger letztlich profitieren können. „Auch weitere Blühflächen werden wir anlegen, damit sich Insekten die für eine Sicherung der Artenvielfalt bedeutsam sind, hier wohlfühlen können.Marcus Hoffeld, Bürgermeister der Kreisstadt Merzig

Auch bei der Verpachtung von städtischen Flächen zur landwirtschaftlichen Nutzung möchte die Stadt neue Wege gehen.

Die Böden vertragen keine Monokultur, es ist wichtig, dass es sowohl einen Fruchtwechsel bei der Bewirtschaftung, als auch Ruhephasen gibt, so dass sich die Böden wieder regenerieren können. Die Böden müssen wieder ihre Funktion zurück erhalten als Lebensraum für Fauna und Flora, aber auch um größere Regenmengen bei Starkregenereignissen besser aufnehmen zu können.Christian Bies, Hauptamtlicher Beigeordneter der Kreisstadt Merzig
Noch mehr auf den Naturschutz achten:

Daher ist es Ziel der Kreisstadt Merzig bei bestehenden oder auch beim Abschluss von zukünftigen Pachtverträgen noch mehr auf den Naturschutz zu achten.

Auch bei zukünftigen Bauvorhaben haben sich die Mitarbeiter der Stadtverwaltung einiges einfallen lassen: Sie werden dem Stadtrat vorschlagen, dass bei zukünftigen Neubaugebieten noch mehr auf Umwelt- und Klimaaspekte geachtet wird. So könnten in den Bebauungsplänen Vorgaben gemacht werden, um zum Beispiel sogenannte Steingärten zu verbieten, damit sich auch in den privaten Gärten und Vorgärten Insekten wohlfühlen können.

Eine Vorgabe kann es auch sein, dass nur in Niedrigenergiebauweise gebaut werden darf und dass Dächer begrünt werden. Ziel muss sein, den Flächenverbrauch bei Bauvorhaben auf oder am Gebäude auszugleichen. Neben einer Dachbegrünung kann dies auch mittels Fassadenbegrünung erfolgen. Wir werden dem Stadtrat auch den Vorschlag machen, dass unter Umständen städtische Grundstücke, die besonders ökologisch und nachhaltig bebaut werden, günstiger verkauft werden sollten.Christian Bies, Hauptamtlicher Beigeordneter der Kreisstadt Merzig

Darüber hinaus möchte sich die Stadtverwaltung verstärkt um die eigenen städtischen Gebäude kümmern: Hier sollen in Abstimmung mit den Stadtwerken auf möglichst allen Gebäuden PV-Anlagen entstehen.

Ein weiteres Themengebiet ist Marcus Hoffeld und Christian Bies ebenfalls wichtig: Die Reduzierung von Plastikmüll.

Wir wollen mit dem Stadtrat besprechen, wie wir Plastikmüll weiter reduzieren könnenMarcus Hoffeld, Bürgermeister der Kreisstadt Merzig
Bei Veranstaltungen nur noch Mehrweggeschirr:

Unter anderem  soll vorschlagen werden, dass bei Veranstaltungen nach Möglichkeit nur noch mit Mehrweggeschirr gearbeitet werden soll.

Außerdem möchte die Verwaltung auf die Restaurantbetriebe, insbesondere auf die Fast Food-Ketten zugehen, und einen Vorschlag unterbreiten, wie die Menge an Plastikmüll stark reduziert werden kann. Damit wäre  der Umwelt gedient und die wild entsorgte Menge an Müll würde spürbar abnehmen.

An den Themenfeldern „Verbesserung der Radwegekonzeption“ und „Streuobstwiesen-Konzeption“ arbeitet die Stadtverwaltung bereits. Die interessierten Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich im Laufe der nächsten Wochen an den Konzeptionen, die anschließend Schritt für Schritt umgesetzt werden sollen, aktiv zu beteiligen.

Weitere Themenfelder im Bereich nachhaltiger Natur- und Umweltschutz sind laut Marcus Hoffeld und Christian Bies in Arbeit, da die Stadt Stück für Stück mehr auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz setzen will. Gerade als Kreisstadt im Grünen Kreis wollen wir hier vorangehen und ein wichtiges Zeichen setzen.




Quelle(n):

  • Kreisstadt Merzig, Öffentlichkeitsarbeit
  • Symbolfoto: Pixabay

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