Landesregierung fördert zukunftsorientiertes Modell in der Wohnungslosenhilfe

Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe sind bundesweit 678.000 Menschen (Stand: 2018) wohnungslos. (Symbolfoto)

Landesregierung fördert zukunftsorientiertes Modell in der Wohnungslosenhilfe – Neue Wege in der Hilfe für wohnungslose Menschen.

Das Saarland fördert ein Modellprojekt, durch das betroffene Menschen, wieder eine Wohnung erhalten können.

Housing First – Wohnen zuerst:
Sozialministerin Monika Bachmann (Foto: Sandro Halank)
Mit ‚Housing First – Wohnen zuerst‘ fördert das Saarland ein Modellprojekt, durch das Menschen, die akut von Wohnungslosigkeit bedroht sind oder ihre Wohnung bereits verloren haben und auf dem allgemeinen Wohnungsmarkt meist ohne Chancen sind, wieder eine Wohnung mit eigenem Haustürschlüssel erhalten können. Mit der Förderung geht das Saarland in Kooperation mit der Diakonie Saar in der Wohnungslosenhilfe neue Wege, um Hilfsangebote für betroffene Menschen passgenauer auszurichten.Sozialministerin Monika Bachmann



Wohnbegleitende Hilfen:

Im Rahmen von „Housing First“ erhalten betroffene Menschen mit allen Rechten und Pflichten in einem ersten Schritt der Hilfe eine reguläre Wohnung, ohne zuvor ihre „Wohnfähigkeit“ trainieren und unter Beweis stellen zu müssen. Nach dem Bezug ihrer Wohnung werden sie gezielt ermutigt, ihre individuellen Probleme anzugehen, erhalten wohnbegleitende Hilfen und werden beim dauerhaften Erhalt ihrer Wohnung unterstützt.

Das „Housing First“-Wohnmodell ist ein zukunftsorientierter Beitrag zur Unterstützung von Menschen, die eine auf ihren Alltag abgestimmte, passgenaue Hilfe besonders benötigen. Wir unterstützen die Diakonie Saar daher gerne mit einer Projektförderung in Höhe von 75.685 Euro.Sozialministerin Monika Bachmann
Kooperation mit den Wohlfahrtsverbänden:

Die Landesregierung finanziert bisher beispielsweise auch Streetwork, Tagestreffs und Notschlafstellen in der Wohnungslosenhilfe. Das Land kooperiert dabei eng mit den Wohlfahrtsverbänden, damit wohnungslose Menschen ambulant betreut wohnen und bedarfsorientiert stationäre und längerfristige Wohnmöglichkeiten erhalten können.

Das Bruder-Konrad-Haus, die Herberge zur Heimat, das Elisabeth-Zillken-Haus, die Wohneinrichtung für haftentlassene Frauen und Männer in Saarbrücken, die Notschlafstellen in Saarbrücken und Saarlouis, die Wärmestuben in Saarbrücken und Neunkirchen, der Treff „em Gässje“ in St. Ingbert sind Beispiele dafür, wie das Land Verantwortung für wohnungslose Menschen wahrnimmt.


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